ⵎⵉⵍⵉⴰ 

Ould Abbes FLN DZ 100 Jahre regieren

Ould Abbes, der neue Chef der algerischen FLN-Partei, die Nationale Befreiungsfront, die Algerien seit seiner Unabhängigkeit 1962 mit eiserner Hand regiert, sorgt für einen großen Aufschrei des Entsetzens aller Demokraten. Im Rahmen einer Wahlveranstaltung in Setif, ca. 150 km östlich von Algier, verriet der 83-jährige FLN-Chef aus Tlemcen und Mitglied des Präsidenten-Tlemcen-Clans die Machtpläne seiner Partei über die Zukunft Algeriens der nächsten 100 Jahre.

Mitten in der heißen Wahlkampfphase erklärte Ould Abbes frech und provokativ am Donnerstag (20.4.) in Setif, dass trotz der Tatsache, dass er diese Zeit nicht erleben wird, er weiß, dass die FLN die Macht in Algerien auch in den nächsten 100 Jahren haben wird. „Wir haben uns für die kommenden Winter warm gekleidet! Es ist die FLN, die das Land befreit hat und sie wird es bauen“, argumentierte er hochmütig und erklärte weiter: “Wir werden die Macht an die jüngeren Generationen übergeben, aber sie werden unter der Kontrolle der Älteren bleiben, damit sie nicht vom rechten Weg abweichen." 

Selbstverständlich vergas Ould Abbes nicht, die obligatorische Lobformel des Präsidenten der „FLN-„Republik, Abdelaziz Bouteflika, auszusprechen, die von allen Mitgliedern des algerischen Machtsystems bei allen Gelegenheiten gepredigt wird. Er lobte den Präsidenten und bezeichnete ihn als ein „Baumeister“ und „Akteur, der Geschichte gemacht hat“. Mit einem drohenden Finger versprach der Chef der mächtigsten Partei Algeriens, dass „die Wahlen transparent und demokratisch durchgeführt werden und, dass der Wille des Volkes respektiert wird.“ 

Bekannte Parteien boykottieren die Wahl

Benflis THJil DjadidU.a. zwei bekannte politische Parteien, Talaie El-Houriat (TH) von Ali Benflis (ex-Regierungschef) und Jil Djadid von Sofiane Djilali, die von der algerischen Regierung offiziell anerkannt sind, haben vor langer Zeit zum Boykott dieser Parlamentswahlen aufgerufen. Sie trauen den FLN-Machthabern nicht und werfen dem Regimeapparat vor, die Wahlen grundsätzlich zu Gunsten der Einheitspartei FLN zu vertuschen. Die Parteichefs sprechen aus langer Erfahrung im undurchsichtigen politischen Schungel Algeriens und sind überzeugt, dass die Wahlen 100% manipuliert werden und, dass der Sieger schon lange feststeht, die FLN.

 

(Quelle lematindz.net)

People in this conversation

  • Wer’s glaubt, wird selig!
    Besonders Ould Abbes sollte ganz leise sein. Sein Sohn ist doch mit Korruptionsvorwürfen konfrontiert und hat anscheinend Algerien verlassen.
    Man hat überall in den Medien gelesen, dass Algerien ein Basar geworden ist. Denn viele der neuen Reichen kauften sich Plätze auf die Wahllisten. Je nachdem, wo man platziert werden will, kann man für 10, 20 oder vielleicht 30 Millionen DA hohe Ränge aneignen. Eine Schande für das größte und revolutionäre Land Afrikas!

    Die Wahlbeteiligung war ziemlich niedrig!
    Im Ausland, wie in Berlin, kaum Resonanz, unter 15% Wahlbeteiligung!

    Keiner meiner Freunde oder Bekannten war zwecks Wahlen bei der algerischen Botschaft.
    Warum?
    Weil der algerische Botschafter, SE Mr. Nor-Eddine Aouam, es versäumt hat, die algerische Gemeinschaft schriftlich zu benachrichtigen. Es war immer so, dass seine Vorgänger dies getan haben. Viele der in Deutschland lebenden Algerier und Algerierinnen wussten überhaupt nicht, worum, es bei diesen Wahlen ging. Kein Mensch hat einen Brief erhalten.

    Ein schlimmer Botschaftsfehler!
    Der Zweite nach dem, er die Revolution-Fete des 1. November 2016 nicht gewürdigt hat. Irgendwann wird Jeder für seine Schuld bezahlen.

    Aber ist das nur seine Schuld, der mit den Geldern der Steuerzahler hohe Gehälter bezieht?
    Denn wo bleibt die Reaktion der algerischen Gemeinschaft in Deutschland?
    Sie ist einfach im Laufe der Jahre lethargisch geworden. Außer max. 10 Algerier (keine Frau darunter), sind Alle Andere zu vergessen.
    Das Adjektiv lethargisch bedeutet „in besonderem Maße träge und motivationslos“ bis hin zu „schlafsüchtig“. Es beschreibt Personen oder deren Verhalten als träge, teilnahms- und antriebslos, als passiv und gleichgültig.

    Dass der FLN die Wahl gewinnt, stand schon lange fest. Die meist farblosen Gegenkandidaten kamen in der Öffentlichkeit kaum vor. „Theater“ oder „Maskerade“ sei das, schimpfen Oppositionelle, regierungskritische Journalisten und viele Leute auf der Straße. Und sie wollen sich den Hinweis nicht verkneifen, dass das alles mit ihren Steuergeldern bezahlt werde.
    Boykott ist ihre stärkste Waffe. Mit einer Wahlbeteiligung von nur 37 Prozent wie bei der Parlamentswahl 2007 könnte Bouteflika schlecht leben. So wird den geladenen Wahlbeobachtern der Arabischen Liga, der Afrikanischen Union und der Organisation der Islamischen Konferenz, die eine transparente Wahl bezeugen sollen, womöglich entgehen müssen, dass am Ende weniger Leute im Wahllokal waren als von den Behörden gezählt.

    Die Wahlbeteiligung war niedrig, Teile der Opposition boykottierten die Abstimmung: Doch trotz sozialer und wirtschaftlicher Probleme in Algerien bleibt die Partei von Staatspräsident Bouteflika an der Macht.
    Ich hätte es dem ehemaligen echten Moudjahid, dem Erben Boumediennes Gegönnt, aber seine „Entourage“ diktiert leider die Politik, weil er krank ist. Wer soll aber seinen Platz einnehmen?

    Diese Frage beschäftigt mich sehr!

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