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Chuck Blazer, Sepp Blatter und Franz Beckenbauer  |  © Torsten Silz/AFP/Getty Images

Am Donnerstag (4.6.) letzter Woche veröffentlichte das Hamburger Magazin „Zeit-Online“ unter der Rubrik Sport einen Artikel mit dem Titel „Die verkauften WM-Turniere“. In diesem Artikel wurden wichtige Hinweise auf Korruption bei der Vergabe von 7 FIFA-WM-Veranstaltungen (1998 bis 2024) dargestellt. Auch das deutsche Sommermärchen der WM-2006 ist betroffen.

Darin hieß es, Deutschland habe die WM Franz Beckenbauers Golfschlägerdiplomatie zu verdanken [...] Vor der Wahl im Juli 2000 lag Südafrika lange vorne. Doch in letzter Minute schwenkten einige Wähler vor allem aus Asien um. Charles Dempsey aus Neuseeland stimmte erst gar nicht ab, obwohl er für Südafrika stimmen wollte und sollte. Deutschland gewann 12:11, bei Gleichstand hätte der Präsident Blatter wohl für Südafrika entschieden. Sein Geheimnis, warum er kurz vor der Abstimmung das Zimmer verließ, nahm Dempsey mit ins Grab.

Kurz zuvor war eine Deutschland AG aus Politik und Wirtschaft tätig geworden, vor allem in Gegenden, in denen Mitglieder des Fifa-Exekutivkomitees lebten. Daimler investierte Hunderte Millionen Euro in Hyundai, ein Sohn des Hyundai-Gründers saß im Exekutivkomitee der Fifa. Volkswagen und die Bayer AG versprachen hohe Investitionen in Thailand und Südkorea. Die Regierung von Gerhard Schröder beschloss eine Woche vor der WM-Vergabe die Lieferung von Panzerfäusten an Saudi-Arabien. Deutschland habe "kurzfristig das Waffenembargo aufgehoben", sagte Guido Tognoni, damals Fifa-Mitarbeiter, später. Der inzwischen verstorbene Medienunternehmer Leo Kirch kaufte für Millionen Mark wertlose TV-Rechte an Freundschaftsspielen von Bayern München. Beckenbauer war damals Präsident des Vereins. Eine Firma Kirchs überwies dem Thailänder Fifa-Mitglied Morawi Makudi, einen hohen Betrag. Makudi wählte Deutschland. Als er auf einer Pressekonferenz der Frauen-WM 2011 in Berlin darauf angesprochen wurde, brach Blatter selbst die Veranstaltung ab. (Quelle: zeit.de)

  • Hallo DZ-Citizen
    I ben zwüschem Kt Bern und Luzern ufgwachse. Mer rede do eigentli gar kei reins dialekt, sondern es gmisch. wies grad chunt

    hallo ihr beiden,
    ich wüste nicht das die Schweizer auch schwäbeln wie in Sud D.
    grüß

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  • Hallo Zusammen

    Es spielt alles keine Rolle, die FIFA ist ein echter Verein und kann schalten und walten wie sie will. Die FIFA hat kein Land bestochen, damit sie die WM durchführen dürfen, sondern die Länder haben Geld und Gegenleistungen angeboten. Faires Spiel der Meistbietende bekommt es. Es geht nicht um ein rationiertes Krebsmedikament, sondern nur um Fussball.
    FIFA Funktionäre sind keine Beamten (Richter, Polizisten, Politiker) sondern Geschäftsleute.

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  • Grüezi Yalla

    Abgesehen davon, dass deine Argumentation in diesem Fall für einmal ziemlich abenteuerlich ist, liegst du juristisch eindeutig falsch. Die Fifa ist per Definition eine Nonprofit-Organisation nach schweizerischem Recht! Ich dachte, du (zumal als „Secondo“) würdest die Unterschiede zwischen Verbänden/Vereinen einerseits und Aktiengesellschaften andererseits kennen. But nobody is perfect.

    Und von wegen Markt („Meistbietende“) und so: Wäre das Gebaren so mancher Fifa-Mitglieder nicht justiziabel, wären die Verfolgungsbehörden des kapitalistischsten Landes (USA) wohl kaum auf den Plan getreten...Merke: Selbst im Kapitalismus gibt es Regeln.


    http://www.fifa.com/mm/document/tournament/competition/02/36/32/63/faq_en_neutral.pdf

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  • Hoi DZ-Citizen

    Als Secondo kenn echs vereinsrecht zemlech guet.-)

    Ein Verein in der Schweiz muss kein NPO sein, sondern muss nur einen gemeinnützigen Zweck erfüllen (Förderung des Fussballes auf der Welt). Der Gewinn darf so hoch sein wie er will solange er aus der gemeinützigen Tätigkeit stammt. Gemeinnützig bedeutet nicht ohne Gewinn, sondern nur für die Gemeinschaft etwas machen. Wenn ein Verein ein kaufmännisches Unternehmen führt, muss er im Handelsregister eingetragen sein (Fifa ist eingetragen). Der Unterschied zwischen einer normalen Unternehmen (AG, Kommandit, Einzel, GmbH) und dem Handelsregister Verein liegt nur in der Gründung und in der Liquidation.
    Der Gewinn aus der gemeinnützigen Tätigkeit wird anders versteuert als der Gewinn der Handelsunternehmung des Vereins (z.B Schiessverein Gewinn Schiessen=Vereinssteuer; Einnahmen des Restaurant Schützi=normale Steuer).

    Die Fifa hat kein Unternehmen (gekauft oder beteiligt) das nicht dem gemeinützigen Zweck des Weltfussballes untergeordnet ist.

    Da die Schweiz entschieden hat, dass die Fifa ein gemeinütziger Verein ist muss die Fifa keine Bundessteuer auf ihren Gewinn bezahlen egal wie hoch er ist. Die Boni der Mitglieder werden jedoch normal besteuert.

    Nicht die Fifa wurde angeklagt, sondern die Funktionäre die dummerweise in Kommissionen im Ausland angestellt sind. Geldwäsche ist strafbar, Betrug gegenüber der Fifa und Steuerhinterziehung sind strafbar. Die Fifa an sich steht rein rechtlich immer noch gut da.

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  • Sali Yalla

    Säg emal, was redsch du für en Dialäkt, LU, BE?

    Du argumentierst wie ein Winkeladvokat: Natürlich steht derzeit nicht die Fifa als solche unter Anklage....
    Formaljuristisch mag diese haarspalterische Aussage sogar (noch..) richtig sein, aber in der öffentlichen Wahrnehmung, und um die geht es, interessiert dies niemand. Im Fussball geht es um Brot und Spiele, um Symbolkraft und Image. Das ist der Grund, weshalb auch Politicos wie Putin oder Scheichis wie Al-Thani (Katar) so sehr um den grossen Zirkus mit dem kleinen Bällchen buhlen. Inzwischen ist der Imageschaden der Fifa aber so ziemlich total...

    Wenden wir uns den bisher bekannten Fakten zu: Nicht nur sieben (7) wichtige Fifa-Funktionäre sind inzwischen verhaftet worden. Bislang hat die US-Justiz wegen einer Reihe von Betrugs- und Korruptionsdelikten Anklage gegen 14 Männer erhoben. Ihnen wird unter anderem vorgeworfen, 150 Millionen Dollar an Bestechungsgeldern und Provisionen kassiert zu haben. Gleichzeitig ermittelt die schweizerische Staatsanwaltschaft über zweifelhafte Geschäfte rund um die Vergabe der WM 2018 in Russland und 2022 in Katar. Und vieles spricht dafür, dass dies lediglich die Spitze des Eisbergs ist.

    Zu deiner Argumentationslinie empfehle ich dir folgendes hypothetische Gedankenspiel: Nehmen wir an, es käme heraus, dass 70 Prozent der algerischen Ligue-1-Vereine auf die eine oder andere Weise aktiv oder passiv korrupt wären. Würdest du dann noch immer behaupten, die Fédération algérienne de football (FAF) stünde „rein rechtlich gut da“? Ich hoffe nicht....Es sei denn, du würdest als deren Anwalt gegen gutes Geld ihre Interessen vertreten, was zwar moralisch fragwürdig, aber (zumindest) geschäftlich nachvollziehbar wäre. Alles andere wäre politisch und wirtschaftlich naiv. Sag mal, hast du Verwandte oder Freunde, die bei der Fifa arbeiten? Also bei mir sind es nur Bekannte und ehemalige Arbeitskollegen. Einer von ihnen hat heute seinen Abschied verkünden müssen:
    http://www.spiegel.de/sport/fussball/fifa-pressechef-walter-de-gregorio-tritt-zurueck-a-1038353.html

    Zudem: Fifa-Funktionäre sind in ihrer Funktion nun mal - expressis verbis - Funktionäre und keine Geschäftsleute.

    Auch schreibst du ganz unbefangen von „fairem Spiel des Meistbietenden“. Wenn du dies so formulierst, muss man davon ausgehen, dass für dich Korruption, Begünstigung und gegebenenfalls Geldwäscherei nichts anderes als „Teil eines fairen Spiels sind“. Ich hoffe, mich geirrt zu haben.


    Zum Schluss eine Bemerkung zur Schweiz: Hierzulande gibt es zwar in der Tat eine funktionierende Demokratie, aber wenn es um (internationale) Wirtschaftskriminalität geht, kommt das Land über den Status einer Bananenrepublik nicht hinaus. Absolut paradigmatisch für die in Zürich domizilierte Fifa ist die Tatsache, dass der aktuellste Zugriff wieder einmal aus den USA erfolgt. Und erfahrungsgemäss ist es so, dass wenn die amerikanische Justiz in der Schweiz zuschlägt, immer ein veritables Feuer im helvetischen Gebälk lodert...Wir harren gespannt der Dinge, die da kommen (werden). Und: Die Fifa steht definitiv nicht mehr gut da.

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  • Hallo DZ-Citizen
    I ben zwüschem Kt Bern und Luzern ufgwachse. Mer rede do eigentli gar kei reins dialekt, sondern es gmisch. wies grad chunt

    Zuerst muss ich dir leider sagen, dass ich gar keinen Fussball gucke und auch keinen Bezug dazu habe. Ich hab z.B. das Champions League Finale von letzter Woche erst bewusst erlebt als wir nur zu zweit draussen sassen (bei bestem Wetter und Sonnenschein) und etwa 40 Leute drin vor der Glotze mitfieberten und ich meinen Cafe in Ruhe trinken konnte. Ich hatte keine Ahnung wer spielt... Und wer der Schweizer Meister ist weiss ich auch nicht, wahrscheinlich der FCB.

    Ich geb dir völlig recht mit deiner Einstellung. Ich finde es auch nicht gut wie und mit welchen Mitteln im Fussball um die Austragungen gekämpft wird. Nur haben wir mal die Geschichte im Kollegenkreis durchgesprochen und ich war der Devil's advocate und hab mich auf die Seite des Vereinsrechts geschlagen. Zu deinem Beispiel mit dem algerischen Fussball kann ich nur sagen, dass es einen Unterschied macht ob Spiele Manipuliert werden (Fairplay) oder ob die Stadion in einer anderen Stadt gebaut werden (Business). Wenn nur die Clubs betrügen und der FAF nichts davon wüsste, dann steht der FAF rechtlich gut dar. Meine Eltern können auch nichts dafür wenn ich in der 50er Zohne mit 54 geblitzt werde. Oder willst du das meine Eltern auch eine Busse bekommen?

    Der Fehler den die Funktionäre gemacht haben ist nur der, dass sie es nicht offiziel als Gegengeschäft deklariert haben, sondern versucht haben es hintenrum zu erledigen.

    Nein, mit der Fifa hab ich gar nichts am Hut, meine Kunden sind Maschinenbauer und ich hab keine Kontakte zu Sportinstitutionen oder bekannte Sponsoringfirmen.

    Zu deiner Schlussbemerkung: Kannst du dich noch an den Meili erinnern von der UBS? Genauso wird es auch bei der Fifa rauskommen. Zuerst wird gejammert und bevor irgendein Urteil gefällt wird, wird eine Zahlung ausgerichtet und dann Moralisch aufgearbeitet und am Ende kommt eh nichts raus. Aber dieses mal hab ich noch von keinem Schweizer gehört, das er die Fifa verteidigt, da ist Schofseckel noch eines der angenehmeren Wörter die der Blatter zu hören bekommt. Die warten alle darauf das der Blatter in den Knast kommt oder wenigsten eine Busse zahlen muss.

    Es war immer der "Westen" der die Schweiz unterdrücken will. USA, EU, Deutschland und Israel. Im Grunde geht es uns nicht besser als dem Iran. Der einzige, der ohne wenn und aber hinter der Schweiz stand, war Gadaffi mit seiner Tamoil Raffinerie im Wallis. Ganz knapp wurde das Cervelat Verbot durch die EU verhindert und Blockfreie Staaten wie Chile und Argentinien liefern die Därme.

    J'accuse la Bünzliphobie...

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  • L´argent n´a apparemment pas d´odeur et tout s´achète. D’après le Sunday Times, le salaire des membres du Conseil exécutif de la FIFA a tout simplement été doublé en 2014 et rehaussé à hauteur de 200 000 dollars/mois (soit 147 000 euros). Le tout versé en liquide sur des comptes en Suisse, histoire d’échapper à l’imposition. Sans compter le remboursement des frais et les avantages en nature dont bénéficie le gratin de l’instance, y compris les quatre représentants africains : le Camerounais Issa Hayatou, vice-président, l’Ivoirien Jacques Anouma, l’Algérien Mohamed Raouraoua et l’Egyptien Hany Abo Rida. Elle n´est pas belle la vie ?

    La CAF et la FIFA se ressemblent, les présidents Hayatou et Blatter, unis pour le même combat. Une femme arabe bien introduite dans le milieu du foot er du Mondial 2022, Phaedra Elmadjid, vient de révéler lors d´un documentaire de la chaîne ARD, que Hayatou a reçu la somme de 1,5 millions dollars pour attribuer sa voix au Qatar. L´enquête se poursuit et j´espère que Issa Hayatou qui gouverne sur l´Afrique comme un dictateur africain depuis plus de 25 ans partira, même s´il veut un poste à vie.

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  • Es ist bestimmt was dran!
    Die Diplomatie Beckenbauers war nicht der einzige Grund, warum Deutschland plötzlich WM-Ausrichter geworden.

    Immer neue Details über ein System korrupter Funktionäre zeichnen ein desaströses Bild des Fußball-Weltverbandes. Ein gefallener, einst hochrangiger Fifa-Funktionär äußert sogar den ungeheuerlichen Vorwurf, dass Südafrika bei der Vergabe der WM 2010 die Abstimmung gar nicht gewonnen habe, sondern Marokko.

    Franz Beckenbauer ist angeblich erneut ins Visier der Ermittler des Fußball-Weltverbands Fifa geraten. Neben vier anderen hochrangigen Funktionären steht der 69-Jährige Medienberichten zufolge unter Verdacht, im Zuge der Vergabe der WM 2018 nach Russland und der WM 2022 nach Katar gegen den Fifa-Ethikcode verstoßen zu haben.
    Verschiedene Medien, darunter Welt und FAZ.net, hatten von Ermittlungen berichtet. Zuletzt vermeldete auch die Nachrichtenagentur AP unter Bezugnahme auf eine eigene Quelle, dass gegen Beckenbauer im Zusammenhang mit Korruption bei den WM-Vergaben ermittelt werde.

    Das Blatt France Football schreibt: Man musste natürlich großzügige Botschafter für ein Land zahlen, das nie einen bekannten Fußballer hervorgebracht hat. Die Rekrutierung von Gabriel Batistuta, Pep Guardiola, Zinedine Zidane, der offenbar schwer zu überzeugen war, Bora Milutinovic, Ronald de Boer und Roger Milla hat 5,5 Millionen Euro gekostet. Zu diesen Summen muss man die Prämien nach dem Zuspruch zählen, um weiterhin positive Botschaften zu verkünden. Die Schätzungen reichen von 11 bis 25 Millionen Euro für die wichtigen Köpfe Zidane und Guardiola, den Bayern-Trainer.

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