ⵎⵉⵍⵉⴰ

Muellproblem DZ 1

Mehr als 5.000 Tonnen Hausmüll werden täglich in Algier produziert, sagte der Umweltdirektor der Hauptstadt Algier, Herr El Nouar Ayeb, vor fast zwei Jahren. Inzwischen haben sich die täglichen Müllberge in algerischen Städen zu einem heiklen Problem entwickelt. Jetzt reagiert die algerische Regierung.

Das Müllproblem in Algerien ist im Grunde genommen nicht neu. Jeder Mensch, der einmal in Algerien war, kennt das Phänomen der schwarzen Plastiktüten und der leeren Wasserflaschen, die überall zu sehen sind. Die Plastikflaschen und die federleichten extrem-dünnen Einkaufstüten werden sinnlos überall weggeworfen. Den Rest macht der Wind. Plastik Tuete DZ

Die aktuelle Entwicklung ist alarmierend. Die Situation ist so, dass viele Städte und sogar Dörfer zu offenen Müll-Deponien geworden sind. Die Ursachen sind eindeutig: Das unverantwortliche Verhalten vieler Bürger und der Mangel an einer Vision und Problemlösungsstrategie der zuständigen Behörden in den Städten und Kommunen und ihre Inkompetenz.

Erst Heute und in Anbetracht der Größe dieses Problems hat die algerische Regierung beschlossen, sich diesem Thema zu widmen, um eine Lösung für dieses lästige Problem zu finden.

Die Lösung ist schnell gefunden. Sie wird aus dem Ausland importiert, wie in vielen Problembereichen. Die Lösung des algerischen Müllproblems sollen die Belgier liefern.

Zur Bewältigung der großen Abfallbergen und die daraus resultierenden Umweltprobleme wurde eine besondere Vereinbarung zwischen dem algerischen Ministerium für Umwelt und Wasserressourcen und der Botschaft des Königreichs Belgien mit dem Projektnamen „Unterstützung des integrierten Abfall-Managements (Appui à la gestion intégrée des déchets - AGID) unterzeichnet.

Laut einem Dokument des algerischen Umweltministeriums, das algerie-eco.com vorliegt, erstreckt sich das Projekt über einen Zeitraum von ca. drei Jahren, bis 30. Juni 2019. In der ersten Phase soll das Lösungskonzept des Müllmanagementprojekts zuerst in den drei westlichen Provinzen des algerischen Nordens, Mascara, Mostaganem und Sidi Bel Abbes umgesetzt werden.

Das Budget für dieses Projekt ist relativ hoch. Algerien, vertreten durch seine Nationale Abfallwirtschaftsagentur, stellt eine Milliarde Dinar, mehr als 500 Millionen Euro, zur Verfügung, während sich Belgien mit einer Spende in Höhe von 11.000.000 € beteiligt. Für die Projektumsetzung wird einen erfahrenen belgischen Partner namens „Coopération technique Belge (CTB)“ beauftragt.

CTB agiert weltweit und managt mehr als 300 ähnlichen Projekte in 30 Ländern in Afrika, Asien und in Lateinamerika.

Die CTB wurde als Aktiengesellschaft des öffentlichen Rechts gegründet, die sich für soziale Ziele einsetzt. Die Beziehung zwischen CTB und dem belgischen Staat wird in einem Management-Vertrag festgelegt.

Die Prioritäten für die algerische Seite bei diesem wichtigen Projekt liegen in erster Linie im Management von Wasserinfrastrukturen für Bewässerung und Entwässerung und in der Problemlösung aller Aspekte der Abfallwirtschaft, wie die Organisation der Müllsammlung, der Betrieb der Infrastrukturen, die Beherrschung der technischen Ausrüstungen und die entsprechenden Sensibilisierungskampagnen.

Eine breite Palette von Instrumenten für die Gemeinden im Projektgebiet wird zur Verfügung gestellt. Das Programm beinhaltet unter anderem die Ausbildung des Personals, der Führungskräfte und die Entwicklung der technischen und sozialen Kompetenzen zwischen den algerischen Akteuren und ihren belgischen Kollegen. Dazu gehören auch die Entwicklung von Methoden zur Überwachung und Management von Maschinen und Werkzeugen und die Entwicklung von Masterplänen für eine umfassende und integrierte Abfallplanung und Unterstützung von Spezialisten auf Deponien.

Im Rahmen dieses Projekts soll die Grundlage für eine Recyclingwirtschaft in Algerien geschaffen werden. Dazu werden verschiedene Methoden für die Organisation der Mülltrennung verwendet und die notwendigen Sortierzentren in den einzelnen Kommunen aufgebaut.

 

(Quelle algerie-eco)

People in this conversation

  • Effectivement les déchets sont un problème imminent pour le pays.
    Les déchets ménagers et industriels sont transformés, ailleurs, en énergie et autres produits dérivés. En Algérie, ils ne font que s'entasser et amocher l'environement. Pourtant, des voix n'ont cessé de plaider pour transformer la gestion des déchets en une filière économique, mais en vain.

    Pire est le problème de la gestion des déchets hospitaliers qui est un problème de santé publique en Algérie. Plusieurs hôpitaux déversent leurs déchets en pleine nature, au lieu de les éliminer correctement, exposant ainsi la vie des citoyens à un éminent risque pour leur santé.
    Pour remédier à cette situation préjudiciable à la santé des citoyens, il est nécessaire de sensibiliser les personnes concernées à l’élimination des déchets hospitaliers correctement. L’État devrait penser à créer un centre spécialisé dans le traitement de ce type de déchets.

    Le problème majeur est aussi le civisme des Algeriens qui ne respectent aucune discipline. L essentiel pour eux est de remplir leurs ventres, adviennent que pourra des saletés et déchets jetés par eux en pleine nature !

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  • Die Abfallentsorgung stellt in Algerien vor allem in den Ballungszentren an der Mittelmeerküste ein großes Problem dar. Dort drängen sich auf 4% der Landesfläche rund 65% der Bevölkerung. Aufgrund der mangelnden Entsorgung häufen sich die Müllberge, was nicht nur zu Verunreinigungen des Bodens und des Grund- und Oberflächenwassers führt, sondern auch hygienische und gesundheitliche Risiken für die Bevölkerung in sich birgt. Von Seiten der Regierung wird dem Abfallsektor deshalb aktuell eine hohe Bedeutung beigemessen.

    Ist das Problem neu? Nein!
    Algerien-Heute schrieb: "Die Ursachen sind eindeutig: Das unverantwortliche Verhalten vieler Bürger und der Mangel an einer Vision und Problemlösungsstrategie der zuständigen Behörden in den Städten und Kommunen und ihre Inkompetenz."
    Total richtig!

    Ein deutscher Professor reagierte schon 2007 darüber!
    Brennende Müllkippen, massive Belastung durch Industrie und Kunstdüngerproduktion sowie eine nach blutigen Jahren des Bürgerkriegs ums tägliche Überleben besorgte Bevölkerung - hier, im ostalgerischen Annaba fand Hans-Jürgen Karpe den geeigneten Punkt, den Hebel modernen Umwelt-Managements anzusetzen. Der Professor half der 450.000-Einwohner-Stadt am Mittelmeer mit einem "revolutionären" Konzept, sich Straßenreinigung, Mülltrennung und Umweltschutz auf die Fahnen zu schreiben. So tragen Straßenkehrer, auf die man sonst eher herabsieht, jetzt stolz Uniformen, es wird ein "Müllmann des Monats" gewählt. Die Stadt am Meer - immerhin auch ein Seebad - ist sauber geworden. Entscheidend war: Algerien beginnt, "ökologisch" zu denken.

    Es war einmal!
    Notwendig waren moderne Abfallbehälter und Straßenkehrmaschinen, eine ausgetüftelte Routenplanung für die organisierte Müllabfuhr durch 750 Straßenkehrer und Müllmänner -und motivierte Mitarbeiter. Unterstützt von einem aufgeschlossenen Bürgermeister und einer breit angelegten Aufklärungskampagne krempelten Umweltmanager wie Karpe die Ärmel auf. Wo der Verbrennungsofen für Krankenhausabfälle gebaut werden sollte, das war anfangs noch eine Detailfrage. Zunächst einmal galt es, Duschen für Straßenkehrer zu installieren, sie einzukleiden, ihnen die Routen vorzugeben und sie stolz auf ihre Arbeit zu machen. "Wir gehen ganz weit runter, wir gehen an die Front", erklärte Karpe.

    Was nun? Warum Belgien für so ein einfaches beauftragen?
    Das Budget für dieses Projekt ist relativ hoch, schrieb Algerien Heute. Algerien, vertreten durch seine Nationale Abfallwirtschaftsagentur, stellt eine Milliarde Dinar, mehr als 500 Millionen Euro, zur Verfügung, während sich Belgien mit einer Spende in Höhe von 11.000.000 € beteiligt.

    Der Beitrag Algeriens stellt ist 45 Mal höher als der von Belgien. Sind hier obskuren Kräfte, die von den 11 Millionen, was haben wollen.
    Das Verhältnis ist wirklich zu groß, zumal Algerien das Problem selbst in die Hände, hätte annehmen können.

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  • Das Problem hat Italien auch. Ich war vor vier Wochen dort im Süden. Es war so schlimm, fast überall lagen offene Müllsäcke, leere und kaputte Flachen, zerrissene Tüten und Kartons!

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