Ben Badis Wali Constantine 1

Die Statue des algerischen Islamgelehrten, Cheikh Abdel Hamid Ben Badis, die im Rahmen der staatlichen Kulturveranstaltung mit dem umstrittenen Titel "Constantine, die Hauptstadt der arabischen Kultur" schnell "gebastelt" und auf dem Hauptplatz der Märtyrer von Constantine installiert wurde, wurde auf Anordnung des algerischen Kulturministeriums und des Provinzchefs Hocine Ouadah am Montagabend entfernt.

Der "Wali" (Ministerpräsident) der Provinz Constantine im Osten Algeriens musste die Statue unter massiven Druck vieler Bürger und Kritiker aus Kreisen der Politik, Kultur und Zivilgesellschaft demontieren lassen. Die prominenteste und schärfste Kritikerin dieser, aus Portugal importierten, Statue ist Frau Fouzia Ben Badis, die Nichte des dargestellten Islamgelehrten, die als Senatorin in der zweiten algerischen Kammer "Madjles El Umma" (ungefähr: Rat der Nation) des algerischen Pseudo-Republiksystems, sitzt. Sie ist Mitglied des "Rat der Nation" und gehört den nicht gewählten Mitgliedern (ein Drittel dieser Kammer), die vom algerischen Präsidenten Bouteflika direkt ernannt und platziert werden.

"Nichts kann einen Mann dieses Kalibers entwerten", sagte Fouzia Ben Badis am Rande des Beginns einer internationalen Konferenz mit dem Titel "Abdelhamid Ben Badis in der arabisch-muslimischen Kultur". Sie kritisierte, dass die Statue nichts mit dem Cheikh Ibn Badis zu tun hat. Sie hat ihre Ablehnung und kritische Meinung zu dieser Darstellung allen Verantwortlichen in der Provinzhauptstadt Constantine persönlich mitgeteilt.

"Es gibt keine physische Ähnlichkeit mit meinem Großvater und noch schlimmer, diese Statue erweckt ein Gefühl des Mitleids", kritisierte Frau Fouzia Ben Badis und fügte hinzu: "Der Scheich, der im jungen Alter von 51 Jahren gestorben ist, scheint (in dieser Darstellung) viel älter und vor allem "erschöpft". Es ist bekannt, dass der Scheich immer scharfsinnig und aufmerksam war und bis zu seinem letzten Atemzug stark blieb." (übertragen ins Deutsche, Quelle elwatan.com)

Bereits mit dem ersten Tag der Aufstellung dieser "müde", "schläfrig" und "resignierend" wirkenden Statue in der Amazighischen Hauptstadt Cirta (heute Constantine) entbrannte eine heiße Diskussion, vor allem unter den algerischen Intellektuellen und Künstlern. Die algerischen Künstler und Intellektuelle sind besonders empört über die Art und Weise der Entstehung dieser Statue. Das ganze Projekt wurde in Portugal von einem portugiesischen Künstler konzipiert und realisiert und nach Algerien importiert. Schlimmer noch: Alles, die Idee, das Konzept, das Projekt und seine Umsetzung wurde total geheim gehalten, obwohl Algerien und vor allem die traditionelle algerische Kultur-Stadt Constantine über sehr viele Künstler und kreative Köpfe im Inland und Ausland verfügt, die imstande wären, die besten Kunstwerke für eine der größten algerischen Geschichtspersönlichkeiten zu kreieren.

Sehr geehrte Frau Kulturministerin Nadia Labidi, sehr geehrter Provinzchef ("Wali") Hocine Ouadah,

  1. wie lange und vor allem, was wollen Sie noch alles importieren?
  2. Wie lange wollen Sie noch unseren algerischen, kreativen und kompetenten Künstlern in Constantine, Algerien und im Ausland mistrauen?
  3. Wie lange und warum lehnen Sie alles Algerisches kategorisch ab?
  4. Kennen Sie wirklich Ihre "wahre" eigene Identität und haben Sie sie bereits identifiziert?
  5. Oder, schämen Sie sich zu ihrer eigenen Identität zu stehen?

Es ist nicht der Fehler des Westens (des portugiesischen Künstlers), wie immer und seit 1962 argumentiert wird, sondern Ihr eigener Fehler, Frau Ministerin Labidi und Herr Provinzchef Ouadah.

Ein kleiner Hinweis: Nur und ausschließlich nur die Töchter und die Söhne eines Landes, in diesem Fall Algerien, können Algerien solide und fundiert genug für die Zukunft bauen.

Verehrte Frau Kulturministerin Labidi, sehr geehrter Provinzchef Ouadah,

Wenn Sie wirklich Algerien „lieben“ und für eine solide Zukunft für das Land und das algerische Volk ernsthaft arbeiten, dann hören Sie sofort mit dieser Bricolage-Politik auf und engagieren Sie in allen Bereichen und auf allen Ebenen die algerische Kompetenz im In- und Ausland, um Algerien für die Zukunft fit zu machen. U.a. die algerische Intelligenz im Ausland, die von vielen innovativen Ländern der Welt für das Wohl ihrer Völker und Gesellschaften dankend gerne eingesetzt wird.

Nichts gegen einen portugiesischen Künstler, der immerhin, zufälliger- oder glücklicherweise aus der benachbarten Mittelmeerregion stammt, der seine Leistung im Rahmen Ihres Auftrags pünktlich geliefert hat, aber Frau Ministerin, bei allem Respekt, der portugiesische Künstler hat nicht das nötige Hintergrundwissen und kennt nicht den umfangreichen kulturellen und geschichtlichen Kontext von Constantine, wie ein algerischer Künstler, der optimaler Weise aus Constantine kommt oder mit Constantine eng verbunden ist. Und es geht in diesem Fall um die Darstellung eines großen algerischen Islamgelehrten vom höchsten Rang und um (fast) ein Staatssymbol, oder?

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