ⵎⵉⵍⵉⴰDZ Regimeclan

Mit dieser tsunamiartigen weißen (friedlichen) Revolution der gesamten algerischen Bevölkerung hatte Niemand gerechnet, auch die besten Geheimdienstler der Welt, MOSAD und CIA, nicht. Und erst Recht nicht die zahleichen verschiedenen Mitglieder des herrschenden algerischen Regimes mit seinem großen Clan, der aus der großen Familie des Präsidenten Bouteflika, den führenden Armeegenerälen und Kommandanten, den FLN- und RND-Partei-Chefs, der Führungsriege der zentralen algerischen Gewerkschaft und den Schwarzgeld-Multi-Dollar-Millionären besteht. Nicht mal im Traum hatten sie daran gedacht.

ⵎⵉⵍⵉⴰ

 D EU Hilfe Demo

Seit dem 22. Februar 2019 demonstrieren Millionen von Menschen in allen Teilen Algeriens, um sich von einem unterdrückerischen und korrupten Machtregime vorbildlich friedlich zu befreien, das Algerien seit 57 Jahren regiert. Heute, am Freitag, den 15. März 2019, gingen zum vierten Mal Millionen Demonstranten auf die Straßen von Algier, Oran, Constantine, Annaba, Tizi Ouzou, Bejaia, Bouira, Tlemcen, Skikda, Jijel, Djelfa, Laghouat, Ghardaia, Oum El Baouaghi, Setif und von anderen zahlreichen Städten des größten nordafrikanischen Landes und skandierten "Friedlich, Friedlich, Friedlich", "Nein zur Verlängerung, Nein zur Verschiebung, geht weg!", "Das Volk will das System stürzen", "Ihr habt Algerien geplündert, Ihr seid Diebe".

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Der Plan von Bouteflika und sein Clan geht nicht auf. Sein Verzicht auf die Präsidentschaftskandidatur, die Ernennung eines neuen Regierungschefs, der eine Übergangsregierung bildet, die versprochenen weitgehenden Reformen, die Einberufung eines Nationalkongresses, der die Verfassung neu schreibt, die Durchführung von neuen Wahlen in einem Jahr und die gestrige Pressekonferenz des neuen Premierministers, Nourreddine Bedoui, konnten die algerische Bevölkerung nicht beruhigen.

ⵎⵉⵍⵉⴰ Bedoui 14032019 1

Mit größter Spannung wurde die erste offizielle öffentliche Erscheinung des neuen algerischen Regierungschefs, Nourreddine Bedoui, im Rahmen einer Pressekonferenz heute Vormittag in Algier, nach den Turbulenzen der zweiten algerischen Revolution seit dem 22. Februar erwartet. Die erste Überraschung war seine Begleitung mit seinem neuen Stellvertreter und Außenminister, Ramtane Lamamra.

ⵎⵉⵍⵉⴰ 

Macron Boutef 1

Das war nicht anders zu erwarten. Frankreichs Präsident Macron stellt sich auf der Seite seines Freunds Bouteflika und nicht auf der Seite des algerischen Volks. Macron will seinem Freund helfen, indem er ihm Zeit geben will, damit er seinen Abgang im Sinne Frankreichs organisieren kann. Emmanuel Macron begrüßte heute die Entscheidung des algerischen Präsidenten Abdelaziz Bouteflika, bei den Präsidentschaftswahlen am 18. April nicht für eine fünfte Amtszeit zu kandidieren, und forderte einen "vernünftigen Übergang".

ⵎⵉⵍⵉⴰNein das System muss weg

Auch nach dem Verzicht von Bouteflika auf seine 5. Kandidatur gestern Abend wird es in Algerien keine Ruhe geben. Denn die Menschen sehen in diesem Rückzug des Präsidenten eher eine Verlängerung der laufenden 4. Amtszeit, die am 18. April abläuft. Bereits gestern Abend nach der offiziellen Verkündung des Bouteflikas Rückzugs kam es zu den ersten Protesten. Bevor heute Vormittag sich Tausende von Studenten und Jugendlichen das Zentrum der Hauptstadt Algier versammelten, um laut zu sagen: „Nein, das ganze System muss weg!“

ⵎⵉⵍⵉⴰLasst uns Leben

Die algerische Jugend isthöchst verzweifelt. Zu Hause haben sie schon lange keine Hoffnung mehr. Nach Europa zu migrieren ist noch schlimmer. Die heute 30-jährigen sind in den schrecklisten Jahren der 1990er Jahre des unbarmherzigen Bürgerkriegs hineingeboren. Danach, seit 1999, folgten 20 Jahre Fehlplanung und Unterdrückung. Jetzt sind sie 30 Jahre jung und haben keine Hoffnung mehr, irgendwo ein menschenwürdiges Leben zu führen. Weder in ihrem Land noch in Europa durch legale oder illegale Migration. Sie haben daher nichts mehr zu verlieren. Sie stehen auf und machen ihre Revolution.

ⵎⵉⵍⵉⴰDZ Demo Berlin 10032019 1

Die 2. algerische Revolution ist inzwischen 15 Tage alt. Überall in der Welt demonstrieren und feiern gleichzeitig die Bürger dieses großen nordafrikanischen Landes ihre neue friedliche Revolution. Sie marschieren in Algerien in allen Provinzen des Landes millionenfach und in vielen Ländern im Ausland, u.a. Frankreich, Kanada, England und Deutschland, zu Tausenden, um gegen Bouteflikas 5. Präsidentschaftskandidatur und für eine grundlegende Veränderung des bisherigen gesamten politischen Systems in diesem für die EU von zentraler Bedeutung Nachbarland vorbildlich friedlich zu protestieren.

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