ⵎⵉⵍⵉⴰ  F Atomtests in DZ

Vor 68 Jahren, am 13. Februar 1960, hat Frankreich in der Kommune Reggane im Süden seiner damaligen Kolonie Algerien einen ersten Atomtest durchgeführt. In den folgenden sechs (6) Jahren danach wurden laut offiziellen Statistiken insgesamt siebzehn (17) nuklearen Sprengladungen in dieser Sahara-Region gezündet. Reggane wurde dadurch für immer radioaktiv verseucht.

Über die Zahl der Opfer sprechen die offiziellen Stellen nicht. Ein Vertreter der französischen Kirche dokumentierte, dass rund 42.000 Menschen den nuklearen Experimenten zum Opfer gefallen waren. Vor drei Jahren bezifferte das französische Verteidigungsministerium die Zahl der Todesopfer mit 27.000. Dabei handelt es sich sowohl um französische Soldaten als auch um Ortsbewohner.

Allerdings sind von der Zahl zu früh gestorbene Nachkommen dieser Menschen nicht erfasst, die an Krebs und sonstige durch die Strahlung verursachte Krankheiten gelitten haben oder leiden. Die kontaminierten Gebiete bleiben für Leben und Gesundheit immer noch gefährlich.

Gerboise bleue ist der Codename, der dem ersten Atomtest gegeben wurde, der am 13. Februar 1960 im Auftrag von General de Gaulle in der Sahara durchgeführt wurde. Diese Explosion, die viermal größer war als die von Hiroshima, hatte Frankreich zu einer Kernkraft werden lassen. Es folgen Gerboise blanche, dann rouge und dann verte. Dann 13 weitere Tests, diesmal unterirdisch.

Heute beginnt die Öffentlichkeit, das genaue Ausmaß des nuklearen Fallouts in der Region zu entdecken. Große Verschmutzungsgebiete, weit über die Sahara hinaus, wurden bis zu zwei Wochen nach der ersten Luftaufnahme im Februar 1960 beobachtet.

Ein Schockdokument wurde am Freitag, den 14. Februar 2014, in der Zeitung Le Parisien veröffentlicht. Es ist eine Karte mit Bezug auf französische Atomtests, die in den 1960er Jahren in Algerien durchgeführt wurden. Bisher als "Verteidigungsgeheimnis" durch Entscheidung der Armee klassifiziert, wurde diese Karte am 4. April 2013 im Rahmen einer von Veteranen initiierten Strafuntersuchung freigegeben. Es zeigt das Ausmaß des radioaktiven Niederschlags aus dem ersten Atomtest in der Sahara.

Radioaktiver Niederschlag wurde in Mali, Mauretanien, Elfenbeinküste, Senegal, Niger, Zentralafrikanische Republik, Tschad und Ghana registriert.

Der Verlauf der Wolke ist bekannt. Einen Tag nach der Explosion durchquert er je nach Wind die Wüste und erreicht Tamanrasset. Innerhalb von 24 Stunden ist Subsahara-Afrika betroffen. In Zentralafrika sind Ndjamena und Bangui auch.

Drei Tage später steigt die Wolke vier Tage nach der Explosion nach Westafrika auf, um Bamako zu erreichen. Zwei Wochen später, immer noch mit Radioaktivität belastet, erreichte er die Mittelmeerküste Spaniens sowie gut die Hälfte Siziliens.

Atomexperte Ammar Mansuri teilte dem Blatt „Al-Arabi al-Jadeed“ mit, dass die Zahl der französischen Atomtests in Algerien deutlich höher ist. „Frankreich hatte 13 unterirdische und vier überirdische Kernladungen gezündet, vier Experimente mit Plutonium und 35 sonstige atomare Erprobungen angestellt.“ Dem Experten zufolge wurden mit den Atomtests zusammenhängende Dokumente erst vor zehn Jahren der algerischen Regierung übergeben. Ein Teil davon bleibt weiterhin geheim.

Aus diesem Grund wurden in der betroffenen Region im vergangenen Jahrhundert keine systematischen Beobachtungen und keine Forschungsarbeiten durchgeführt. Dementsprechend wurden auch keine rechtzeitigen Schritte zur Senkung des negativen Einflusses der Experimente auf die Umwelt getan. Es ist schwer abzuschätzen, wie sich der Grad der Verschmutzung in den zurückliegenden Jahrzehnten geändert hat und womit man künftig rechnen kann.

Algerische Opfer haben rechtliche Schritte eingeleitet und fordern von Frankreich Rechenschaft ab. Die Wahrheit erkennen und den Mythos der "sauberen Bombe" beenden.

ⵏⴰⵊⵉⴱ  ⵅⴰⵏⵅⴰⵔ 

 

(Quellen: http://www.rfi.fr,  https://de.sputniknews.com)

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