ⵎⵉⵍⵉⴰEU Produkt Flucht

Deutschland und die Europäische Union planen offenbar die Errichtung von Flüchtlingszentren in Nordafrika. Dort sollen Asylanträge geprüft werden und die Antragsteller über Alternativen informiert werden. Flüchtlingsorganisationen kritisieren das Vorhaben. Algerien hält von dieser Idee nichts und lehnt sie offiziell kategorisch ab

Algerien soll nach einem Bericht vom arabischen TV-Sender Al Jazeera Tausende von Geflüchteten in der Sahara-Grenzregion zu Mali und zum Niger hilflos allein gelassen. Algier hat diese Vorwürfe entschieden zurückgewiesen und behauptet, dass es sich um reine Propaganda gegen Algerien handelt, weil es sich weigert, sein Staatsgebiet zu einem "Gefangenenlager" im Dienst der EU zu machen.

Am 21. Juni hat der algerische Premierminister Ahmed Ouyahia bei der Eröffnung des 5. nationalen Rates seiner RND-Partei in Zéralda in Algier diese Vorwürfe auf das schärfste zurückgewiesen. "Weil Algerien nicht akzeptiert, ein Haftzentrum für afrikanische Migranten zum Wohle Europas zu sein, ist es das Ziel von Angriffen ausländischer Organisationen geworden, die es sogar wagen, uns Rassismus vorzuwerfen", sagte der algerische Premierminister gegenüber der algerischen Presseagentur APS.

Emmanuel Macron und Angela Merkel haben in der französischen Zeitung „Liberation“ in ihrer gestrigen Ausgabe vom 25. Juni die Schaffung von Zentren in Nordafrika unter UN-Kontrolle angekündigt, wo zwischen denen, die Asylberechtigt sind, und normalen Migranten „sortiert“ wird.

Nach der Türkei, Libanon, Jordanien, Israel (wird erst gar nicht gefragt) sind Ägypten, Libyen, Tunesien, Algerien und Marokko dran. Diese Länder bilden die große Pufferzone zwischen der reichen EU-Welt und der bitterarmen Afrika-Welt. Die EU will das Flüchtlingsproblem, nach dem Motto "Aus den Augen, aus dem Sinn", physisch und räumlich weit weg von ihrem Staatsgebiet haben, indem sie diese Puffer-Länder mit allen asymmetrischen Druckmitteln dazu bewegt, auf ihren Staatsgebieten Flüchtlingszentren zu installieren.

Allerding wird dieser Weg der ausgelagerten Flüchtlingslager nach Nordafrika auch keine wirkliche Lösung für die Ursachen der Armut-, Flucht- und Migrationsprobleme bringen, weil er „nur“ die Symptome behandelt. Die EU muss ehrlicher Weise die wahren Problemursachen beseitigen, nämlich die unfaire Handels- und Wirtschaftspolitik.

 

 

ⵏⴰⵊⵉⴱ  ⵅⴰⵏⵅⴰⵔ   

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