ⵎⵉⵍⵉⴰ

Gegen Haftgebiete DZ

Für den algerischen Außenminister ist der EU-Wunsch nach der Einrichtung von Auffanglagern für Flüchtlinge in Algerien glasklar ausgeschlossen. Im Rahmen eines Interviews mit dem französischen Magazin RFI antwortete der Minister auf die Frage nach der Position seines Landes bezüglich dem Wünsch der Europäer nach der Einrichtung von Auffanglagern in Nordafrika eindeutig mit Nein, sagend: "gar keine Frage für Algerien, offene Haftanstalten für Migranten zu errichten."

Außenminister Messahel sagte dazu: „Wir sind mit den gleichen Problemen konfrontiert. Wenn es um illegale Migration geht, müssen die Dinge richtig verstanden und sortiert werden. Wir kennen die gleichen Phänomene, wir müssen gegen die illegale Einwanderung im Rahmen der Übereinkommen der Vereinten Nationen und mittels der Vereinbarungen mit den Herkunfts- und den Transitländern vorgehen. Das ist das, was wir in Algerien als Ganzes machen. Ich bin nicht direkt daran interessiert, was die Europäer tun können. Es ist ihre Sache. Ich glaube, dass die Europäer genug Kapazität, Mittel und Vorstellungskraft haben, um mit dieser Art von Situation fertig zu werden."

Auf die Frage nach seiner Meinung zu den schweren Vorwürfen gegen Algerien bezüglich der vermeintlichen „brutalen“ Aussetzung von Flüchtlingen in der Wüste kontert er: „… jetzt (erst) wird Algerien kritisiert. Wir wissen in welchem Kontext wir Kritik bekommen. Aber es ist unfair, es ist eine Kampagne, die einige gegen Algerien zu führen versuchen. Wir sind sehr ruhig, denn was wir tun, tun wir im Rahmen der Einhaltung unserer Gesetze. Wir tun dies auch im Rahmen der Achtung der Menschenwürde und mittels der Konsultationen und Zustimmung der Transitländer."

Das Spiel ist endgültig aus! Die EU hat es auf dem gestrigen Gipfel in Brüssel beschlossen, sie will, und sie wird es auch wie immer schaffen, die nordafrikanischen Länder mit allen Druckmitteln „zwingen“, auf ihren Staatsgebieten Auffanglager für Flüchtlinge zu errichten, nicht nur mit Geld, notfalls mit Erpressungen und Drohungen.

Das beschämende an diesen „Haftlager“, und es ist ziemlich egal, wie man sie passend bezeichnen möchte, ob Flüchtlingslager, Auffanglager, Ankerzentren, Haftlager usw., ist das, dass die Menschen dort wie modere Sklaven oder eine Ware nach bestimmten Merkmalen, z.B. Herkunft, Hautfarbe oder Religionszugehörigkeit, klassifiziert, selektiert, sortiert und festgehalten werden bis über ihre Zukunft in einem 3.000 km entfernten Migrationsbüro in Brüssel nach einem bestimmten wirtschaftlichen Schlüssel entschieden wird.

Je nach Landesbedürfnissen bedienen sich die einzelnen europäischen Länder, indem sie sich aus dem großen Showroom bzw. modernen Sklavenmarkt die jungen, gesunden, großen und intelligenten Sklaven mit der "richtigen" Religion und Kultur herauspicken, die ihre Anforderungen genügen und deren Einsatz sich lohnt.

Noch beschämender ist: Was wird mit dem Rest getan? Was wird mit den Kranken, Alten, Schwachen, Fremdaussehenden und den, die die unerwünschte Religion haben, gemacht?

Wie immer müssen die ärmsten afrikanischen und asiatischen Länder weiter die Zeche zahlen, weil sich die Europäer nicht einigen können, wie sie ihre internen Probleme mit den Nationalisten und Rechtsradikalen lösen können und ihre Verantwortung für die neueste massive Völkerwanderung "ehrenhaft" tragen, deren Hauptursache in der unmittelbaren Konsequenz ihrer unfairen und gescheiterten Methoden und Strategien der Wirtschafts-, Entwicklungs- und Handelspolitik mit den ärmsten Ländern dieser Erde.

 

ⵏⴰⵊⵉⴱ  ⵅⴰⵏⵅⴰⵔ   


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Globale Statistiken von UNHCR*

Zahlen bis Ende 2017*

 

Die fünf größten Herkunftsländer von Flüchtlingen

Syrien - 6,3 Millionen
Afghanistan - 2,6 Millionen
Südsudan - 2,4 Millionen
Myanmar - 1,2 Millionen
Somalia - 986.400

Die sieben größten Aufnahmeländer von Flüchtlingen

  • Türkei - 3,5 Millionen
  • Pakistan - 1,4 Millionen
  • Uganda - 1,4 Millionen
  • Jordanien - 1,2 Millionen
  • Libanon - 998.900
  • Iran - 979.400
  • Deutschland - 970.400
  • Bangladesch - 932.200

Länder mit den meisten Binnenvertriebenen

Kolumbien - 7,7 Millionen
Syrien - 6,3 Millionen
Demokratische Republik Kongo - 4,4 Millionen
Irak - 2,6 Millionen
Somalia - 2,1Millionen
Jemen - 2 Millionen
Sudan - 2 Millionen
Südsudan - 1,9 Millionen
Ukraine - 1,8 Millionen
Afghanistan - 1,8 Millionen
Nigeria - 1,7 Millionen

 *Quelle: UNO-Flüchtlingshilfe - Zahlen und Fakten

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