ⵎⵉⵍⵉⴰAusland Investoren DZ

Algerien ist das größte Land Afrikas und das bevölkerungsreichste der Maghreb-Region. Der Flächenstaat ist der führende Gasproduzent in Afrika und der zweitgrößte Gaslieferant für Europa. Er gehört zu den drei größten Erdölproduzenten in Afrika. Die Wirtschaft ist vom Rohstoffexport und dem Staatssektor geprägt. Die zentrale wirtschaftspolitische Herausforderung des Landes besteht darin, genügend Arbeitsplätze für die junge, weiterhin schnell wachsende Bevölkerung zu schaffen.

Gefallene Energiepreise und der daraus resultierende Rückgang der Staatseinnahmen zwingen die algerische Regierung, die hohe Abhängigkeit der Wirtschaft vom Öl und Gas zu reduzieren. Der Privatsektor ist immer noch vom algerischen Staat als Wachstumstreiber abhängig. Das Geschäftsklima hat sich in den letzten Jahren nur schleppend verbessert.

Es gibt allerdings viele Pluspunkte, die für Algerien als Investitions- und Expansionsmarkt sprechen:

  1. Das größte nordafrikanische Land ist praktisch schuldenfrei.
  2. Es ist ein reiches Land an Bodenschätze. Sie reichen von Erdöl, Erdgas, Kupfer-, Blei-, Quecksilber, Zink, Phosphat bis Eisenerze.
  3. Algerien stellt mit seiner rasant wachsenden Bevölkerung, derzeit ca. 42 Millionen Menschen, einen großen Binnenmarkt dar.
  4. Der gesamte Markt, der sich noch in der Entwicklungsphase befindet, bietet viele und große Chancen an.
  5. Algerien hat eine zentrale geostrategische Lage. Es verbindet die EU mit Nordafrika, Nahen Osten und Afrika südlich der Sahara.
  6. Großes Potential in erneuerbaren Energien und Tourismus.

Algerien setzt auf Industrialisierung

Schwerpunktbranchen sind Kfz-Industrie, Pharmaindustrie, Petrochemie, erneuerbare Engerien, Bausektor, Agrar- und Landwirtschaft.

Die Globalplayer der Kfz-Industrie, Mercedes-Benz, Volkswagen, Peugeot, Renault, Hyundai, Toyota, Nissan, Scania, Chery, Ford, usw., entscheiden sich reihenweise für den algerischen Standort und eine Produktion in Algerien. Dies nicht, weil die Produktionsbedingungen dort so günstig wären, sondern aufgrund der großen Nachfrage, Chancen und Potenziale, die in diesem 10. größten Land der Welt stecken.

Das größte algerische Privatunternehmen Cevital plant gemeinsam mit ausländischen Partnern die Herstellung von Karosserien, Motoren und Ersatzteilen. Ein weiteres Beispiel ist der Beschluss zwischen der algerische Gruppe Mazouz und der chinesische Konstrukteur Shacman, schwere Lkws zu montieren. Die algerische Regierung strebt in den kommenden fünf Jahren eine Fertigungstiefe von 40 bis 50% in der Kfz-Industrie an. Angesichts fehlender Kapazitäten gilt dieses Ziel allerdings als sehr ehrgeizig.

Auch beim Ausbau der Textil- und Elektroindustrie ist Bewegung zu verzeichnen. So sind Investitionen und eine Nachfrage bei Textil-Anlagen und -Maschinen zu erwarten. Algerien muss rund 96% der nachgefragten Produkte aus der Textil- und Bekleidungsindustrie importieren. Um die hohe Importquote zu reduzieren, plant die algerische Regierung den Aufbau einer Textilindustrie insbesondere in der Provinz Relizane im Nordwesten des Landes.

Gegenwärtig baut dort, wo VW seine Mehrmarken-Fertigungsfabrik (VW, Seat, Skoda) gebaut hat, das Unternehmen Tayal ein Mega-Textilkomplex in Sidi Khettab mit einem Investitionsvolumen von knapp 500 Mio. US$. Tayal setzt sich zu 51% aus den beiden algerischen Staatsunternehmen Groupe CH (Groupe Confection & Habillement, Spa) und Texal sowie zu 49% aus dem türkischen Textilunternehmen Taypa zusammen. Produziert werden sollen dort Denim-Gewebe und weitere Stoffe. Vorgesehen ist außerdem die Produktion von Jeanshosen und Hemden.

Auch in der Elektrotechnik wird fleißig investiert. So hat der größte algerische Hersteller von Haushaltsgeräten und Mobilfunkgeräten Condor (Umsatz 2016: 900 Mio. $) den Ausbau seiner Produktion von Haushaltswaren und Tiefkühlschränken (200.000 pro Jahr) angekündigt. Des Weiteren sind Investitionen zur Herstellung energieeffizienterer Klimaanlagen und Fernsehgeräten geplant.

Neben den Industrieprojekten entstehen Tausende von Wohnungen, Ausbildungszentren und Bürogebäuden. Auftragnehmer für die Umsetzung dieses Projektes ist das türkische Unternehmen Astay. Geplant ist eine große Expansion, damit nach den Vorstellungen der algerischen Regierung, rund 25.000 Arbeitsplätze geschaffen werden können.

Zwar entwickelt sich der Industrialisierungsprozess Algeriens nicht so zügig, wie sich die algerische Regierung wünscht, aber die langsame Entwicklung geht in die richtige Richtung. Trotzdem ist Algerien nach Ägypten das zweitwichtigste Zielmarkt für deutsche Produzenten von Investitionsgütern in Nordafrika.

Positive Absatzchancen für deutsche Produktionsanlagen zeichnen sich vor allem im Kfz-Sektor, in der Textilbranche und bei der Herstellung von Haushaltsgeräten.

 

ⵏⴰⵊⵉⴱ  ⵅⴰⵏⵅⴰⵔ  

(Quellen: Algerische Medien, GTAI - Germany Trade & Invest)

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