ⵎⵉⵍⵉⴰ 

Planet DZ1

Während die Wissenschaftler des Kieler GEOMAR-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung, vor den Kanarischen Inseln mit dem Forschungsschiff „Poseidon“ die Klimaveränderungen erforschen, sind ihre Kollegen von der Wehrtechnischen Dienststelle 71 mit dem Wehrforschungsschiff „Planet“ vor Algerien und erforschen moderne Waffensysteme.

Das 73 Meter lange und 27 Meter breite Doppelrumpfforschungsschiff „Planet“ der Deutschen Marine verlies am vergangenen Freitag Kiel, um nach einem Zwischenstopp in der Nato-Basis Lissabon (Portugal) Kurs auf Algerien zu nehmen.

Im Rahmen der Nato-Mittelmeer-Kooperation soll vor dem algerischen Marinestützpunkt Oran, an der Nordwestküste Algeriens, die „Planet“ zwei Wochen lang verschiedene Waffensysteme testen. Dabei stehen auch Funktionsnachweise für die neuen algerischen Fregatten „Erradi“ und „El Moudamir“ auf dem Programm, die 2014 bis 2017 in Kiel bei German Naval Yards gebaut und Algerien geliefert wurden. Diese Fregatten haben zum Teil Waffen an Bord, wie sie auch auf neuen Fregatten der Deutschen Marine zum Einbau kommen (s. dazu auch die Lieferung der Fregatte Herrad nach Algerien)   

Für ihre erste Reise nach Algerien wurde die „Planet“ mit drei Spezial-Containern sowie einem Container mit Ausrüstung beladen. Außerdem ist die „Planet“ mit einem Schienensystem zum Ausbringen von Minen und Unterwasserdrohen in Kiel ausgerüstet worden. Details über die einzelnen Aufgaben bei dem Einsatz in Algerien unterliegen jedoch der Geheimhaltung.

Im Dezember 2016 wurde das 121 Meter lange Kampfschiff "El Moudamir" für Algerien in Rekordzeit von weniger als zwei Jahren bei der Werft German Naval Yards, die zur Nobiskrug-Gruppe gehört gebaut. Die "El Moudamir" ist eine Fregatte der Meko-Klasse, die in Hamburg von der Werft Blohm + Voss entwickelt wurde und in Kiel fertiggestellt. Diese Sorte von Schiffen sind mit weitreichenden Flugkörpern zur Bekämpfung von See-, Luft- und Landzielen ausgestattet. Die Fregatte hatte Ende November ihre Erprobung auf der Ostsee beendet und war durch die Marine Algeriens abgenommen worden.

Still und unter Ausschluss der Öffentlichkeit wurde 2016 in Kiel eines der größten Rüstungsexport-Geschäfte der jüngeren Zeit in Deutschland abgeschlossen. Die Marine Algeriens hat an der Pier der German Naval Yards die Fregatte „El Moudamir“ in Dienst gestellt.

Algerien, ein wichtiger Nato-Partner

Das nordafrikanische Land ist derzeit ein wichtiger Partner der Nato bei der Mittelmeer-Kooperation. Am 26. Oktober wurde ein Forschungsprojekt gestartet, an dem Wissenschaftler der Nato-Staaten sowie aus Algerien und Schweden beteiligt sind. Ziel ist die Entwicklung neuer Technologien zum Aufspüren und Erkennen von Sprengsätzen.

Wegen seiner wichtigen geostrategischen Lage und seines großen Reichtums an Bodenschätze interessieren sich die mächtigen Akteure dieser Welt für das größte Land im Norden Afrikas. Parallel zur Nato bauen auch die Chinen und die Russen ihre Beziehungen zu Algerien aus. So ist derzeit ein chinesischer Marineverband in Algier. Aus Russland werden im kommenden Jahr zwei U-Boote nach Algerien geliefert.  

 

 ⵏⴰⵊⵉⴱ  ⵅⴰⵏⵅⴰⵔ 

(Quelle: Kieler Nachrichten)

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